Mobilität bedeutet Lebensqualität. Sie ermöglicht es, selbstständig den Alltag zu gestalten, soziale Kontakte zu pflegen und am gesellschaftlichen Leben teilzunehmen. Doch für Menschen mit eingeschränkter Mobilität können selbst alltägliche Wege zur Herausforderung werden. Hier setzt der neu gegründete gemeinnützige Verein „Rösrath verbindet e. V.“ an, der im Sommer 2026 ins Leben gerufen wurde. Mit einem ehrenamtlich getragenen Fahr- und Begleitdienst möchte der Verein Menschen in Rösrath dabei unterstützen, mobil zu bleiben und aktiv am Leben in ihrer Stadt teilzunehmen.
Damit das Angebot aufgebaut werden kann, sucht der Verein aktuell engagierte Menschen, die sich ehrenamtlich als Fahrerinnen und Fahrer oder in der Koordination der Fahrten einbringen möchten. Ziel ist es, ein möglichst unkompliziertes und verlässliches Angebot zu schaffen, das Menschen mit eingeschränkter Mobilität mehr Selbstständigkeit ermöglicht und zugleich Begegnungen fördert.
Einfacher Zugang zum neuen Angebot
Das Konzept ist bewusst einfach gehalten: Künftig sollen ältere Menschen, die nicht mehr selbst mobil sind, über eine zentrale Telefonnummer eine Fahrt anmelden können – beispielsweise zum Einkaufen, zum Seniorencafé oder zu kulturellen Veranstaltungen. Ehrenamtliche Koordinatorinnen und Koordinatoren nehmen die Anfragen entgegen und vermitteln sie an einen Pool ehrenamtlicher Fahrerinnen und Fahrer. Diese nutzen ihre privaten Pkw und erhalten für ihre Fahrten eine kleine Aufwandsentschädigung.
Dabei geht es um weit mehr als die reine Beförderung von einem Ort zum anderen. Der Verein möchte soziale Kontakte erleichtern, Begegnungen ermöglichen und der Einsamkeit entgegenwirken. Denn wer mobil ist, kann leichter am Gemeinschaftsleben teilnehmen. So soll der Fahrdienst dazu beitragen, den gesellschaftlichen Zusammenhalt in Rösrath zu stärken.
Ehrenamtliches Engagement willkommen
Damit der Fahrdienst starten und langfristig angeboten werden kann, ist der Verein auf tatkräftige Unterstützung angewiesen. Gesucht werden insbesondere Menschen, die gerne Auto fahren und andere im Alltag unterstützen möchten, sowie Ehrenamtliche, die den Telefondienst übernehmen, Fahrtanfragen koordinieren und bei der Organisation helfen.
„Wir möchten ein Angebot schaffen, das Menschen zusammenbringt und ihnen ermöglicht, trotz eingeschränkter Mobilität weiterhin am Leben in unserer Stadt teilzunehmen“, erklärt der Erste Vorsitzende des Vereins Olaf Brott. Gemeinsam mit weiteren Mitstreitern hatte er den Verein bei der jüngsten Sitzung des Ausschusses für Soziales, Familien und Senioren vorgestellt. „Dafür brauchen wir Menschen, die sich mit Herz und Engagement einbringen möchten. Jede Unterstützung hilft uns, dieses Projekt mit Leben zu füllen.“
Wer sich als Fahrerin oder Fahrer, in der Koordination oder im Telefondienst engagieren und den Aufbau des neuen Angebots unterstützen möchte, ist herzlich willkommen.
Interessierte Bürgerinnen und Bürger können sich am besten per Mail an
roesrath-verbindet@t-online.de
mit dem Verein in Verbindung setzen.
Erste Unterstützer sind bereits an Bord
Mit Informationsveranstaltungen, der Teilnahme am Stadtfest und an der Rösrather Pflegemesse sowie der Vorstellung des Projekts in den politischen Gremien konnte der Verein bereits erste Ehrenamtliche gewinnen. Darüber hinaus sind auch der Lions Club Rösrath, die Rösrather Bürgerstiftung und die Karl Heinz Hoch-Stiftung von dem Projekt überzeugt und haben Spenden für eine Anschubfinanzierung zugesagt. „Wir freuen uns sehr über diese Unterstützung. Sie ist ein wichtiges Signal für unser Vorhaben und hilft uns, die Grundlagen für den Fahrdienst zu schaffen“, so Brott.
Start für 2027 geplant
Im Jahr 2027 soll der Fahr- und Begleitdienst an den Start gehen und für die Bürgerinnen und Bürger nutzbar sein. Bis dahin stehen noch wichtige Vorbereitungen an: Weitere Ehrenamtliche sollen gewonnen und geschult, organisatorische Abläufe aufgebaut und die Voraussetzungen für einen reibungslosen Betrieb geschaffen werden.
Mit „Rösrath verbindet e. V.“ entsteht damit ein Angebot, das Mobilität und Begegnung miteinander verbindet. Damit aus dieser Idee gelebte Gemeinschaft wird, freut sich freut sich Elke Günzel, Leiterin des Bereichs Kultur, Ehrenamt, Inklusion und Senioren der Stadt Rösrath, über alle, die sich engagieren und dazu beitragen möchten, dass Menschen in Rösrath auch bei eingeschränkter Mobilität am gesellschaftlichen Leben teilhaben können.
