Kein städtebaulicher Wettbewerb für künftige Entwicklung des Areals der Christuskirche

Unter Beteiligung der Fraktionsvorsitzenden hat sich die Verwaltung mit der Anregung befasst, einen städtebaulichen Wettbewerb durchzuführen. „Wir haben die Hinweise aus der Fachwelt zum Anlass genommen, die Frage gemeinsam zu erörtern“, erklärt Bürgermeister Yannick Steinbach. Bei solchen Fragestellungen ist es ihm wichtig, auch die Einschätzungen der im Rat vertretenen Fraktionen einzubeziehen und möglichst eine gemeinsame Position zu finden. „Ich danke den Fraktionsvorsitzenden dafür, dass man sich offen mit der Fragestellung auseinandergesetzt und zu einer gemeinsamen Einschätzung gefunden hat.“

Im Ergebnis haben sich die Verwaltung und die Spitzen der Fraktionen gegen die Durchführung eines städtebaulichen Wettbewerbs ausgesprochen. Der Wunsch, gerade an diesem exponierten Standort durch einen Wettbewerb die bestmögliche städtebauliche Lösung zu finden, sei nachvollziehbar. Letztlich überwiege jedoch der Bedarf an altersgerechten Wohn- und Betreuungsangeboten, den das Wöllner-Stift mit seinem Vorhaben aufgreife. Ein städtebaulicher Wettbewerb würde die Umsetzung des Projekts um mindestens ein Jahr nach hinten verschieben.

Die bisherige Planung ist dabei nicht in Stein gemeißelt. Vielmehr geht es darum, die im Rahmen der frühzeitigen Beteiligung eingebrachten Anregungen aufzugreifen und das Vorhaben entsprechend weiterzuentwickeln, ohne aber den Gesamtprozess zu verzögern. So wird beispielsweise geprüft, ob der geplante Gebäudekörper unter Einbeziehung eines angrenzenden städtischen Grundstücks weiter nach hinten versetzt werden kann, um den Baumbestand entlang der Bensberger Straße möglichst weitgehend zu erhalten. Auch Fragen zur verkehrlichen Erschließung und die Zufahrt zur geplanten Tiefgarage sind noch nicht abschließend geklärt. Beide Aspekte bleiben Teil des laufenden Verfahrens zur Aufstellung des vorhabenbezogenen Bebauungsplans.

„In der Frage des städtebaulichen Wettbewerbs sind wir uns aber fraktionsübergreifend einig. Damit geben wir dem Wöllner-Stift auch Planungssicherheit“, so Bürgermeister Yannick Steinbach.

Zum Hintergrund 

Bereits 2023 hatte sich das Presbyterium der Evangelischen Gemeinde dazu entschlossen, das Grundstück der Christuskirche und des Gemeindezentrums in Forsbach aufzugeben. Damit war der Weg für eine Neuentwicklung des Areals frei. Das Wöllner-Stift zeigte früh Interesse an dem Grundstück und konkretisierte seine Pläne.

 Im Februar 2026 gab der Ausschuss für Stadtentwicklung, Planung und Verkehr grünes Licht für die Aufstellung eines vorhabenbezogenen Bebauungsplans. Am 14. September folgte die frühzeitige Beteiligung der Öffentlichkeit. In diesem Rahmen konnten Bürgerinnen und Bürger Bedenken und Anregungen vorbringen. Nach Abschluss dieser ersten Beteiligungsrunde wird der Bebauungsplanentwurf nun weiter ausgearbeitet und findet anschließend erneut den Weg in die politischen Gremien. Auch eine zweite Bürgerinformationsveranstaltung ist im weiteren Verlauf angedacht.

Rückblick auf die erste Bürgerinfoveranstaltung

Im Rahmen der frühzeitigen Öffentlichkeitsbeteiligung fand am 14. September ein Infoabend für interessierte Bürgerinnen und Bürger statt. Im Mittelpunkt stand der Verfahrensablauf zur Schaffung der planungsrechtlichen Voraussetzungen für eine neue Nutzung des Areals der Christuskirche in Forsbach.

Das Planungsbüro Zimmermann, das die Planung begleitet, hat im Rahmen der Veranstaltung den aktuellen Stand sowie den weiteren Ablauf des Verfahrens vorgestellt. Nach den derzeitigen Planungen sind zwei Gebäudekörper mit jeweils zwei bis drei Vollgeschossen vorgesehen. Dazwischen soll ein zentraler Pavillon entstehen. Das Wegenetz ist parkähnlich geplant. Für ausreichend Stellplätze ist eine Tiefgarage vorgesehen.