Mit dem Erweiterungsbau reagiert die Stadt Rösrath auf den steigenden Raumbedarf am Schulzentrum und schafft gleichzeitig eine moderne, zukunftsorientierte Lernumgebung für Schülerinnen und Schüler. Jede Etage bietet ein modernes Lerncluster mit Kassenräumen, Differenzierungsräumen, eigenen Sanitärbereich und einer zentralen Clustermitte als kommunikativer Mittelpunkt.
Insgesamt sind 27 neue, moderne, funktionale und helle Räume entstanden. Neben den Kassen- und Differenzierungsräumen sind mehrere Fachräume eingerichtet worden. Im Erdgeschoss befindet sich ein Mathezentrum, eine Etage drüber sind Musik- sowie die dazugehörigen Instrumentenlagerräume untergebracht. Auch ein großer Prüfungsraum für das Schreiben von Klausuren ist Teil des Neubaus, der auch als Projektarbeitsraum genutzt werden kann.

Den Grundstein für das Projekt legten die politischen Gremien im März 2024 mit einem einstimmigen Beschluss zur Umsetzung des Erweiterungsbaus. Nach Abschluss des europaweiten Vergabeverfahrens im November 2024 erhielt die ALHO Systembau GmbH den Zuschlag. Die ALHO Systembau GmbH hat den Erweiterungsbau in Modulbau- bzw. Systembauweise mit hohem Vorfertigungsgrad errichtet. Das birgt den Vorteil einer schnellen und dennoch hochwertigen Umsetzung. Wie schnell es ging, zeigt der Blick auf den weiteren Verlauf.
Im Januar 2025 begann die Planungs- und Genehmigungsphase. Nach Einreichung und Genehmigung des Bauantrags starteten im April 2025 die notwendigen Tiefbauarbeiten. Das Untergeschoss wurde in konventioneller Massivbauweise als Grundgerüst für die Module errichtet. Bei den Modulen handelt es sich um hochwertige Elemente in Stahlbauweise, die in Friesenhagen mit einem Vorfertigungsgrad von 70 Prozent hergestellt und Anfang Oktober angeliefert und installiert wurden. Während der Herbstferien sind insgesamt 90 Module (acht bis zehn Module am Tag) zu einem geschlossenen Rohbau zusammengefügt worden. Anschließend folgten die modulübergreifenden Arbeiten sowie der Innenausbau. Pünktlich zum Schuljahr 2026/2027 werden nun die Schülerinnen und Schüler der Klassenstufen fünf bis sieben in die Cluster des neuen Gebäudes einziehen können.

„Dass wir den Erweiterungsbau in weniger als eineinhalb Jahren nach Baubeginn fertigstellen und pünktlich zum neuen Schuljahr übergeben können, ist das Ergebnis einer hervorragenden Zusammenarbeit aller Beteiligten“, betont Bürgermeister Yannick Steinbach bei der Einweihung. Gemeinsam mit Schulleiter Heiner Plückebaum gilt sein besonderer Dank allen Projektbeteiligten - von den politischen Gremien, den Mitarbeitenden der Stadtverwaltung, den Planungsbüros, den beteiligten Unternehmen sowie der gesamten Schulgemeinschaft. „Ich bin nachhaltig begeistert“, sagt Schulleiter Heiner Plückebaum.
Der dreigeschossige Erweiterungsbau verfügt über eine Bruttogrundfläche von rund 3.800 Quadratmetern. Über eine Brücke ist der Neubau barrierefrei an das bestehende Schulzentrum angebunden. Darüber hinaus werden mit Beginn des neuen Schuljahres im Außenbereich zusätzliche überdachte Fahrradstellplätze sowie rund 100 weitere Pkw-Stellplätze zur Verfügung stehen. Der Neubau strebt zudem eine Zertifizierung nach DGNB (Deutsche Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen) an. Dabei handelt es sich um ein unabhängiges Gütesiegel für ökologisch, ökonomisch und sozial nachhaltige Gebäude. Beim Erweiterungsbau wurde nach Angaben von ALHO beispielsweise auf nachhaltige Baustoffe mit hohem Recyclinganteil gesetzt sowie auf einen Ausgleich von Versiegelung geachtet, beispielsweise in Form von Dachbegrünung und neuer Außenbepflanzung.

Insgesamt hat die Stadt Rösrath rund 13,6 Millionen Euro in den Erweiterungsbau investiert. Die Maßnahme stärkt den Bildungsstandort Rösrath nachhaltig und schafft moderne Rahmenbedingungen für das Lernen der kommenden Generationen.
