Beirat für die Belange für Menschen mit Behinderung
Seit vielen Jahren gibt es in der Stadt Rösrath einen aktiven Beirat für die Belange von Menschen mit Behinderung. Der Beirat setzt sich aus Vertretern der Einrichtungen der Behindertenhilfe, der Sozialverbände, der inklusiven Kindergärten, der Alten- und Pflegeheime sowie Menschen, die selbst von Behinderung betroffen sind, zusammen.
Der Beirat berät den Rat, seine Ausschüsse und die Stadtverwaltung zu allen Fragen, die Menschen mit Behinderung betreffen. Er ist Ansprechpartner für Betroffene und informiert die Verantwortlichen über spezifische Probleme in Rösrath. Vor Entscheidungen, die Menschen mit Behinderung betreffen, etwa bei städtebaulichen Planungen, wird der Beirat rechtzeitig beteiligt. Der Beirat begleitet die Umsetzung von Hilfsangeboten und den Inklusionsplan „Rösrath für Alle“ aktiv mit.

Die Amtszeit des Beirats ist an die des Stadtrates gekoppelt und beträgt somit fünf Jahre. Der amtierende Beirat hat am 02. Februar 2026 mit der konstituierenden Sitzung offiziell seine Arbeit aufgenommen. Im Rahmen der Sitzung wurde auch der neue Vorsitz gewählt. Martina Niehöfer vom Caritasverband für den Rheinisch-Bergischen Kreis ist Vorsitzende des Beirats. Zu ihrem Stellvertreter wurde Zaido Böttcher von der IG Kindertagespflege Rösrath gewählt.
Ansprechpartner

- Vorsitzende Martina Niehöfer
Caritasverband für den Rheinisch-Bergischen Kreis
Kontakt: m.niehoefer@caritas-rheinberg.de - Stellv. Vorsitzender Zaido Böttcher
IG Kindertagespflege Rösrath
Kontakt: zaidoelessarmanuel.boettcher@gmail.com
Geschäftsordnung
Inklusive Stadtspaziergänge
Rückblick auf die Stadtspaziergänge 2026: Austausch und der Blick auf Barrieren
Drei Termine, drei Ortsteile – im August hatte der Beirat für die Belange von Menschen mit Behinderung zu drei inklusiven Stadtspaziergängen eingeladen. Den Auftakt machte ein Rundgang durch Rösrath, gefolgt von Forsbach und Hoffnungsthal. Ziel aller inklusiven Stadtspaziergänge war es, Hindernisse aus der Perspektive mobilitätseingeschränkter Menschen sichtbar zu machen und Anregungen für Verbesserungen zu geben.
Jeder Spaziergang stieß auf Interesse – Menschen mit und ohne Einschränkungen nahmen das Angebot wahr und erkundeten gemeinsam mit Vertretern des Beirats und der städtischen Inklusionsbeauftragten Elke Günzel die jeweiligen Ortsteile. Besonders wertvoll war dabei der gemeinsame Austausch – sowohl beim Spaziergang als auch bei der anschließenden Einkehr in einer Eisdiele gab es in entspannter Atmosphäre die Gelegenheit, miteinander ins Gespräch zu kommen.
Der erste von drei inklusiven Stadtspaziergängen führte durch Rösrath.Alle Anmerkungen, Ideen und Vorschläge, die bei den Stadtspaziergängen geäußert wurden, sind schriftlich festgehalten und protokolliert worden. Aus den Protokollen haben sich weitere Arbeitsschritte ergeben, denn alle gesammelten Punkte sind zur weiteren Prüfung und Bearbeitung an die jeweils zuständigen Stellen (sowohl intern als auch extern) weitergegeben worden.
Bei den Spaziergängen wurden nicht nur Probleme benannt, sondern auch Positivbeispiele hervorgehoben. Als besonders wertvoll wurde dabei die Hilfsbereitschaft der Mitmenschen empfunden, die unterstützen, wenn unüberwindbare Hürden im Weg sind. Das gilt beispielsweise für verschiedene Ladenlokale – egal, ob in Rösrath-Mitte, Hoffnungsthal oder Forsbach. Stufen verhindern den barrierefreien und eigenständigen Zugang. Hier wurde dann der Einsatz einer „Drück-mich-Klingel“ als mögliche Lösung vorgeschlagen. Wer die Klingel betätigt, kann auf diese Weise unkompliziert die Unterstützung der Geschäftsleute anfordern. Die Klingel soll und kann den Abbau baulicher Barrieren nicht ersetzen. Aber dort, wo es baulich nicht möglich ist, ist die Klingel eine gute Ergänzung, um Teilhabe zu ermöglichen.
Eine Teilnehmerin wies außerdem auf eine Fußgängerampel in Stümpen hin, deren Grünphase für Menschen, die nicht so gut zu Fuß sind oder im Rollstuhl sitzen, möglicherweise zu kurz ist. In Hoffnungsthal an der Fußgängerampel am Rathaus wurde die Höhe des Tasters angemerkt. Dieser sei für Menschen im Rollstuhl etwas zu hoch angebracht. Darüber hinaus sei der Wasserspender auf dem Rathausplatz für Menschen im Rollstuhl nicht barrierefrei nutzbar. Außerdem wurde angeregt, einen Behindertenparkplatz näher am Eingang zum Freibad zu installieren. Fahrräder und Mofas könnten demnach weiter unten parken, denn für mobilitätseingeschränkte Personen ist der Weg hoch zum Eingang mitunter deutlich beschwerlicher.
Darüber hinaus wurde die Erfahrung geteilt, dass Behindertenparkplätze im gesamten Stadtgebiet immer wieder unberechtigt genutzt werden. Auch erschwere Gehwegparken oder das Parken außerhalb gekennzeichneter Parkbuchten das barrierefreie Vorbeikommen. Das gilt nicht nur für Rollstuhlfahrer, sondern auch für Personen mit Rollator oder Kinderwagen.
Zudem möchte der Beirat für die Belange von Menschen mit Behinderung die Anregung aufnehmen, proaktiver auf seine Sitzungen aufmerksam zu machen. Dazu beitragen soll eine Jahresplanung, sodass analog zum Sitzungsplan für Stadtrat und Ausschüsse auch die Beiratssitzungstermine ganzjährig über das städtische Ratsinformationssystem abgerufen werden können. Schon heute lassen sich dort die Sitzungseinladungen und Niederschriften abrufen.
Außerdem möchte der Beirat das Format der Stadtspaziergänge auch in Zukunft fortsetzen und entsprechende Termine frühzeitig kommunizieren.
Sitzungstermine
Das Ratsinformationssystem der Stadt Rösrath ermöglicht eine umfassende Einsicht in die Arbeit des Stadtrates und der Ausschüsse. Auch die Sitzungstermine des Beirats für die Belange von Menschen mit Behinderung sind dort gelistet: