Auf dem besagten Gelände am Schloss, das etwa die Größe von fünf Fußballfeldern umfasst, soll künftig ein vielseitiges Spiel- und Freizeitareal für unterschiedliche Altersgruppen entstehen. Damit insbesondere die Perspektiven von Kindern und Jugendlichen frühzeitig in die Planung einfließen, hatte Bürgermeister Yannick Steinbach am 06. Mai 2026 zu einem Beteiligungsworkshop in den Ratssaal eingeladen. Das Interesse war groß: Rund 100 junge Menschen informierten sich über die bisherigen Überlegungen der Stadtverwaltung und brachten zahlreiche eigene Ideen ein. Einige hatten sogar selbst gestaltete Plakate vorbereitet, auf denen sie ihre Vorstellungen kreativ dargestellt haben.
Zu Beginn der Veranstaltung stellte Bürgermeister Yannick Steinbach den Landschaftsarchitekten Uli Moll vom Planungsbüro Strauchwerk vor. Das Büro verfügt über umfangreiche Erfahrung in der Planung von Park-, Spiel- und Sportanlagen und unterstützt die Stadt bei der Entwicklung des Projekts.
Als Grundlage für den Workshop präsentierte das Planungsbüro einen ersten Vorentwurf. Vorgesehen ist eine Aufteilung des Geländes in einen Nord- und einen Südbereich. Im nördlichen Teil soll eine naturnahe und inklusive Spiellandschaft insbesondere für jüngere Kinder entstehen. Der südliche Bereich soll unter anderem eine Pumptrack- oder Skateanlage sowie Sport- und Fitnesselemente umfassen. Geplant ist außerdem ein zentraler Treffpunkt zwischen beiden Bereichen mit Überdachung und Sitzmöglichkeiten.
Im Anschluss an die Präsentation konnten die Kinder und Jugendlichen ihre Wünsche und Ideen einbringen – sowohl direkt über Wortbeiträge als auch digital über das Online-Tool Mentimeter. Die Vorschläge waren vielfältig: Fußballplatz, Minigolf, Seilrutsche, Kletterpyramide, Graffiti-Wand, Pumptrack, Teppichrutsche, Grillplatz, Ninja-Parcours, Trampoline, Hängematten oder Wasserspiele. „Ich bin beeindruckt von der Vielfalt der Ideen und dem Mut vieler Kinder und Jugendlichen, diese vor so großer Runde vorzutragen“, betonte Bürgermeister Yannick Steinbach. Alle Ideen wurden dokumentiert und werden nun im weiteren Prozess durch das Planungsbüro bewertet und sinnvoll in die weitere Ausarbeitung integriert.

Wie geht es weiter?
Parallel zur weiteren Freianlagenplanung arbeitet die Verwaltung an der notwendigen Bauleitplanung. Die Leiterin des Fachbereichs „Planen, Bauen, Umwelt, Mobilität“, Kerstin Frey, erläuterte, dass zur Umsetzung des Projekts ein Bebauungsplan aufgestellt werden muss. Ein solches Verfahren umfasst mehrere Beteiligungsschritte, bei denen sowohl Fachbehörden als auch die Öffentlichkeit erneut eingebunden werden.
Für ein Projekt dieser Größenordnung rechnet die Verwaltung mit einer Verfahrensdauer von etwa eineinhalb Jahren. Der Bebauungsplan könnte demnach im Herbst 2027 abgeschlossen werden. Anschließend könnten die politischen Gremien die Bauleistungen vergeben. Mit einem Baubeginn wird derzeit im Sommer 2028 gerechnet, die Fertigstellung und offizielle Eröffnung des Spiel- und Freizeitareals könnte im Laufe des Jahres 2029 erfolgen.
Wieviel Geld wird investiert?
Bürgermeister Yannick Steinbach erläuterte, dass Mittel in Höhe von rund einer Million Euro vorgesehen sind, um das Spiel- und Freizeitareal am Schloss Eulenbroich zu realisieren. Auch die Rösrather Bürgerstiftung, die die Entwicklung des Areals ins Rollen gebracht hatte, hat bereits eine finanzielle Unterstützung in Aussicht gestellt.
Zum Hintergrund:
Im Stadtgebiet von Rösrath gibt es bereits zahlreiche kleinere öffentliche und private Kleinspielplätze. Eine zentrale, größere Spiel- und Freizeitfläche fehlt bislang jedoch. Die Idee für einen solchen Großspielplatz wurde von der Bürgerstiftung Rösrath angestoßen und an die Stadtverwaltung herangetragen. Im Juni 2025 haben sich die politischen Gremien mit dem Vorhaben befasst und in einem Grundsatzbeschluss festgehalten, das Gelände südlich von Schloss Eulenbroich für dieses Projekt bereitzustellen. Gleichzeitig wurde beschlossen, in den Planungen ausdrücklich auch Angebote für Jugendliche zu berücksichtigen.
Beteiligung von Kinder und Jugendlichen:
Die Beteiligung von Jugendlichen an kommunalen Themen und Entscheidungsprozessen ist ein zentraler Baustein einer lebendigen Demokratie. Daher ist die Verwaltung nicht nur an der Meinung zum Spiel- und Freizeitareal Schloss Eulenbroich interessiert. Das Team vom Jugendamt hat ein offenes Ohr für sämtliche Anliegen:
