Veranstaltungen & Aktionen
"Starkregen & Hochwasser – Wie kann sich Rösrath besser schützen?" - Bürgerinfoabend (12.05.2026)
Rückblick auf den Bürgerinfoabend vom 12.05.2026
„Starkregen und Hochwasser – wie kann sich Rösrath künftig besser schützen?“ Mit dieser Frage beschäftigte sich ein Bürgerinformationsabend, bei dem das von der Stadtverwaltung beauftragte Handlungskonzept zum baulichen Hochwasserschutz vorgestellt wurde. Erarbeitet wurde das Konzept von der Hydrotec Ingenieurgesellschaft für Wasser und Umwelt mbH. Ziel ist es, konkrete Maßnahmen zu entwickeln, um Überflutungen im Stadtgebiet künftig besser vorzubeugen.
Am 12. Mai präsentierten Vertreterinnen und Vertreter der Stadtverwaltung gemeinsam mit Hydrotec die Ergebnisse im Rahmen eines Informationsabends. Bürgermeister Yannick Steinbach begrüßte rund 100 Rösrather Bürgerinnen und Bürger, die der Einladung gefolgt waren. Anschließend stellte Rebecca Hinsberger von Hydrotec das Handlungskonzept und die vorgesehenen Maßnahmen näher vor.
Grundlage des Konzepts ist eine umfassende Analyse bereits vorliegender Untersuchungen sowie die Auswertung vergangener Starkregenereignisse. Darüber hinaus flossen aktuelle Daten ein – insbesondere die derzeit in Erstellung befindlichen Starkregengefahrenkarten des Rheinisch-Bergischer Kreis.
Auf dieser Basis wurden insgesamt 24 potenzielle bauliche Maßnahmen zur Überflutungsvorsorge identifiziert. Zwölf Maßnahmen befinden sich auf rein privatem Grund, acht auf städtischen Grundstücken und vier auf teils städtischen, teils privaten Flächen. Fünf Maßnahmen hat die Stadt zunächst priorisiert und im Rahmen des Informationsabends näher vorgestellt.
Maßnahme 01: Sülzbogen
Die Schaffung einer Retentionsfläche am Sülzbogen wird bereits seit längerer Zeit geprüft. Inzwischen ist die dafür erforderliche Änderung des Flächennutzungsplans rechtskräftig. Geplant ist eine Rückverlegung des Deichs, um der Sülz im Hochwasserfall mehr Raum zu geben. Gleichzeitig muss berücksichtigt werden, dass eine solche Maßnahme bei Starkregen Auswirkungen auf die an der Deichlinie angrenzende Bebauung haben kann. Deshalb soll das Vorhaben ganzheitlich geplant werden, damit sowohl im Hochwasser- als auch im Starkregenfall ein bestmöglicher Schutz erreicht wird.
Maßnahme 02: Dammlückenschluss Scharrenbroich:
Im Gewerbegebiet Scharrenbroich könnte durch eine bauliche Veränderung der Walter-Arendt-Straße der Anschluss an den bestehenden Damm hergestellt werden. Zusätzlich könnte nördlich der Straße neuer Retentionsraum entstehen, um Wassermengen gezielt zurückzuhalten.
Maßnahme 03: Retentionserhöhung Bleifeld:
Am Bleifelder Bach besteht bereits ein natürlicher Rückhalteraum. Dieser soll durch bauliche Maßnahmen erweitert werden, um zu verhindern, dass Wasser zunächst die Bleifelder Straße und anschließend angrenzende Wohngebiete überflutet.
Maßnahme 04: Durchlass Brunsbach:
Auch im Bereich des Brunsbacher Wegs bietet sich die Möglichkeit, die ohnehin anstehende Sanierung des bestehenden Durchlassbauwerks mit der Entwicklung von zusätzlichem Retentionsraum zu verbinden. Hinter dem Durchlass befindet sich ein geeigneter Naturraum, der sich gut dafür eignet, Wasser bei Starkregen zwischenspeichern zu können. Diese Gelegenheit kann genutzt werden, um im Rahmen der Sanierungsplanung auch den Wasserrückhalt in der Natur sinnvoll mit zu berücksichtigen und so Wasser im Ernstfall kontrolliert zurückzuhalten.
Maßnahme 05: Bergsegen:
Auf der anderen Seite des Parkplatzes Bergsegen könnte ein sogenannter Linienschutz in Form eines Grabens oder Walls entlang der nördlichen Seite der Bleifelder Straße das Wasser von den Hängen zurückhalten und kontrolliert abfließen lassen. Im Rahmen der aktuell laufenden Aufstellung des Bebauungsplans wird der Schutz vor Starkregen von Anfang an mitgedacht. Außerdem wird der Bereich des Knipperbachs betrachtet, um dort zusätzliche Flächen zu finden, die bei starkem Regen Wasser vorübergehend aufnehmen können. So kann das Wasser kontrolliert zurückgehalten werden und die Situation im weiteren Verlauf entlastet werden.
Die Stadtverwaltung verspricht sich von allen fünf Maßnahmen einen wichtigen Beitrag zum Schutz vor Hochwasser und Starkregen und möchte diese daher prioritär weiterverfolgen. Im nächsten Schritt sollen die Maßnahmen vertieft untersucht werden. Ziel ist es, ihre Wirksamkeit nachzuweisen und eine belastbare Grundlage für eine spätere Umsetzung zu schaffen.
„Mit dem Handlungskonzept von Hydrotec haben wir einen greifbaren Maßnahmenkatalog, um den baulichen Überflutungsschutz in Rösrath weiter voranzubringen“, erklärte Bürgermeister Yannick Steinbach. Auch die übrigen 19 Maßnahmen sollen weiterverfolgt werden. So will die Stadtverwaltung unter anderem den Austausch mit den Eigentümerinnen und Eigentümern suchen, auf deren Flächen laut Handlungskonzept ebenfalls eine Umsetzung im Sinne des Überflutungsschutzes möglich wäre.
Bürgermeister Yannick Steinbach versprach: „Wir sehen uns hier wieder!“ – und meint damit weitere Infoabende, wenn es neue Erkenntnisse gibt, aber auch die Beratung in den politischen Gremien, die ebenfalls öffentlich verfolgt werden können.
"Zukunft vor Ort" - Aktionstag (24.10.2025)
Rückblick auf den Aktionstag vom 24.10.2025
Gelungene Premiere
Der Aktionstag zum Thema „Zukunft vor Ort“ hat am letzten Tag der Herbstferien einen informativen und lebendigen Austausch geboten - eingerahmt in interessante und spannende Vorträge von Claudia Kleinert und Marc Jansen.
„Solche Veranstaltungen sind großartig und so wichtig“, sagte TV-Wettermoderatorin Claudia Kleinert, die nicht nur als Referentin geladen war, sondern den Aktionstag nutzte, um sich an den verschiedenen Ständen zu informieren und in den Austausch zu treten.
Der städtische Fachbereich „Planen, Bauen, Umwelt & Mobilität“ hatte die Veranstaltung federführend organisiert und gemeinsam mit der Feuerwehr und dem Ordnungsamt, lokalen Initiativen, Fachakteuren und weiteren öffentlichen Einrichtungen an dem Tag seine Arbeit und aktuelle Projekte vorgestellt. Alle beteiligten Akteure bildeten einen großen Ideenboulevard, der Themen wie Stadtentwicklung, Mobilität, Energie, Klimaschutz, Biodiversität, Naturgefahren, Wassermanagement und lokales Engagement in den Mittelpunkt gerückt hat. Dank der Vielzahl an Ausstellern, die der Einladung der Stadt zur Teilnahme gefolgt sind, war das Informationsangebot breitgefächert. Alle beteiligen Akteure haben den Ideenboulevard mit Leben gefüllt und interessierten Besucherinnen und Besuchern eine Plattform für Austausch und Inspiration geboten.
Es konnten Themen wie Entsiegelung, Vorgarten- und Dachbegrünung, Denkmalpflege und alternative Mobilitätskonzepte diskutiert werden. Ebenso präsent waren Themen wie Hochwasser, Gewässerunterhaltung als auch -ausbau und die Katastrophennotfallplanung, wie der Notfallkoffer oder der Nutzen von flutsicheren Fenstern und Rückstauklappen. Die Feuerwehr rückte mit gleich zwei großen Einsatzwagen und einem Rettungsboot aus und zeigte anschaulich die Ausstattung der Katastrophenhilfe. Die StadtWerke standen für Fragen zur Zukunftsfähigkeit der Rösrather Netze bereit und klärten über die Themen Energie und Stadtentwässerung auf. Ebenfalls wurden die Artenvielfalt und ökologische Bedeutung des Rheinisch Bergischen Kreises durch verschiedene Akteure thematisiert.
Einen besonderen Schwerpunkt bildete an allen Ständen der gemeinsame Austausch. Ziel war es, miteinander ins Gespräch zu kommen. In Kleingruppen oder auch im Vieraugenprinzip konnten Fragen geklärt und diskutiert werden. Der Verwaltung war es wichtig, Raum für Transparenz zu schaffen.
Der Aktionstag ist aus der städtischen Veranstaltungsreihe rund um die vier Elemente Feuer, Erde, Wasser und Luft hervorgegangen, bei der im vergangenen Jahr die verschiedenen Herausforderungen durch Naturgefahren beleuchtet wurden. Auch in Zukunft wird die Stadtverwaltung auf ähnlich gelagerte Formate setzen.
Ein großes Dankeschön geht raus an alle Akteure, welche kreativ und mit viel Engagement ihre Stände gestaltet und Ihre Themen platziert haben. Ein ebenso großes Dankeschön geht an Claudia Kleinert und Marc Jansen. Beide haben mit ihren Vorträgen spannende Einblicke und Impulse geliefert, die zu weiteren Gesprächen angeregt haben. Die Stadtverwaltung bedankt sich bei allen Teilnehmenden für den gelungen Nachmittag!Eindrücke
Übersicht: Das waren die teilnehmenden Akteure im Ideenboulevard
Im Rahmen des Aktionstags hat sich die Mensa des Schulzentrums in einen Ideenboulevard verwandelt. Lokale Initiativen, Fachakteure und öffentliche Einrichtungen haben ihre Ideen, Projekte und Angebote präsentiert.
- StadtWerke
- Bevölkerungsschutz
- Planen, Bauen, Umwelt, Mobilität
- Feuerwehr
- Wiederaufbauhilfe Rösrath
"Erde, Feuer, Luft, Wasser" - Veranstaltungsreihe zu Naturgefahren (2024)
Rückblick auf die Veranstaltungsreihe 2024
Welche Herausforderungen bringen Naturgefahren mit sich? Die Stadt Rösrath nahm in Zusammenarbeit mit unterschiedlichen Akteuren die vier Elemente Erde, Feuer, Luft und Wasser in den Fokus und beleuchtete im Kontext des Klimawandels die Herausforderungen, die Naturgefahren - ausgehend von den vier Elementen - mit sich bringen.
Der Startschuss für die Reihe fiel am 09.10.2024. An dem Tag stand das Element „Erde“ im Mittelpunkt. Mit Marion Jacoby von „Wald und Holz NRW“ sowie dem Rösrather Förster Jürgen Greißner ging es um die Frage, was der Klimawandel mit unseren Wäldern macht. Es wurde der Zustand des Rösrather Waldes und speziell die Waldentwicklung nach der Borkenkäferplage und den Trockenjahren 2018-2020 erläutert.
Der Vortrag vom 29.10.2024 rund ums Element „Feuer“ war der zweite Termin der Veranstaltungsreihe. Durch die Feuerwehr der Stadt Rösrath wurden die Herausforderungen beleuchtet, die zunehmende Extremwetterereignisse mit sich bringen. Wie stellen sich die Einsatzkräfte auf diese Veränderungen ein und wie können sich nicht nur die Feuerwehr, sondern wir alle besser auf diese Situationen vorbereiten?
Am 13.11.2024 ging es beim Element Luft um Hitzeperioden und ihre Auswirkungen sowohl auf den städtischen Raum, als auch auf die eigene Gesundheit.
Referierende vom Institute of Hygiene and Public Health (IHPH) sowie von der Uni Köln waren zu diesem Thema in Rösrath zu Gast.Hochwasser und Starkregen – Zum Abschluss der Veranstaltungsreihe rund um die vier Elemente rückte das Element „Wasser“ am 19.11.2024 in den Mittelpunkt.
Die Bilder sind vielen noch immer präsent. Die Starkregennacht am 14./15. Juli 2021 hatte auch in Rösrath für verheerende Überschwemmungen gesorgt. Ein Mensch kam ums Leben, viele weitere verloren in den Fluten ihr Hab und Gut.
Ronja Winkhardt-Enz vom Deutschen Komitee Katastrophenvorsorge (DKKV) beleuchtete dabei die Flutereignisse aus dem Juli 2021 und thematisierte die Aufarbeitung. Reinhard Vogt vom Hochwasserkompetenzzentrum (HKC) erläuterte in seinem Vortrag Möglichkeiten zum Schutz der eigenen vier Wände. Das HKC fördert die Wissenschaft und Forschung von Hochwasser- und Starkregenmanagement. Besonders in einer Zeit, in der der Klimawandel zunehmend zu extremen Wetterereignissen führt, nimmt die Bedeutung einer Überflutungsvorsorge zu.
Ein weiteres Team des Hochwasserkompetenzzentrums war mit dem HKC-Infomobil vor Ort. Dieses stand ab 17:00 Uhr auf dem Rathausplatz und interessierte Bürgerinnen und Bürger konnten sich über Maßnahmen zum Schutz ihres Grundstücks und ihrer Immobilie beraten lassen. Die eigentliche Veranstaltung begann um 18:00 Uhr im Bürgersaal des Bürgerforums in Hoffnungsthal.