Verkehrsversuch soll die hohe Verkehrsbelastung in Menzlingen reduzieren

Die Mitglieder des Hauptausschusses haben sich bei ihrer jüngsten Sitzung am 17. März einstimmig auf einen Verkehrsversuch verständigt, um die Gefahrenlage in der engen Ortsdurchfahrt Menzlingen zu entschärfen. Hintergrund sind deutlich gestiegene Verkehrsbelastungen durch Ausweichverkehre infolge häufiger Staus auf der A4. Aktuelle Messungen der vergangenen Tage zeigen: Allein in den Morgenstunden zwischen 06:00 und 09:00 Uhr bogen rund 1.400 Fahrzeuge von der K23 in Richtung Lüghausen/Menzlingen ab – deutlich mehr als die vorhandene Infrastruktur aufnehmen kann. Weder Straßenbreite, Kurvenradien noch Topografie sind für diese Verkehrsbelastung ausgelegt.

Kern des nun beschlossenen Verkehrsversuchs ist ein Durchfahrtsverbot auf der Straße „In der Schneekaule“. Damit soll der überörtliche Durchgangsverkehr von der K23 schon frühzeitig aus dem Ort herausgehalten werden. Ausnahmen gelten lediglich für den landwirtschaftlichen Verkehr sowie Lieferverkehr. Alle anderen müssen auf dem qualifizierten Straßennetz bleiben und können sich nicht mehr über die Schneekaule und den Menzlinger Weg weiter zur Sülztalstraße schlängeln. Auch in entgegengesetzter Richtung wird durch das Verkehrszeichen 260 ein Verbot für Kraftfahrzeuge ausgesprochen. Eine Ausnahme gilt lediglich für Anlieger und Radfahrende.

Das Bild zeigt eine Grafik  der Sperrung zur Entlastung von Menzlingen.
Ein Durchfahrtsverbot auf der Straße „In der Schneekaule“ soll den überörtlichen Durchgangsverkehr von der K23 schon frühzeitig aus dem Ort herausgehalten werden.  in entgegengesetzter Richtung wird durch das Verkehrszeichen 260 ein Verbot für Kraftfahrzeuge ausgesprochen. Eine Ausnahme gilt lediglich für Anlieger und Radfahrende.

Der Verkehrsversuch ist zunächst auf etwa sechs Monate angelegt. In diesem Zeitraum wird die Stadtverwaltung die Auswirkungen der Maßnahmen genau beobachten und bewerten – insbesondere auch im Hinblick auf zusätzliche Belastungen in umliegenden Bereichen. Bürgermeister Yannick Steinbach begrüßte die breite Zustimmung im Ausschuss und betonte die Offenheit des Prozesses: „Sollten sich unerwünschte Effekte zeigen, werden wir nachsteuern und weitere Maßnahmen prüfen.“

Die Umsetzung wird kurzfristig erfolgen, der Start des Verkehrsversuchs ist bereits für Montag, 23. März 2026, vorgesehen. Begleitend sind Kontrollen sowie die Integration der neuen Verkehrsführung in Navigationssysteme geplant.

Die zunehmenden Ausweichverkehre sind für Menzlingen nicht nur eine Belastung, sondern stellen eine qualifizierte Gefahrenlage dar. Im Ernstfall hätten Feuerwehr oder Rettungsdienst keine Chance durchzukommen. Der Verkehrsversuch soll die Lage entschärfen, für mehr Verkehrssicherheit in der Ortslage sorgen und eine spürbare Entlastung für die Anwohnenden bringen.