„Mütter des Grundgesetzes“: Ausstellung und Vortrag zum Weltfrauentag

Die Rösrather Veranstaltung zum Weltfrauentag rückt diesmal die „Mütter des Grundgesetzes“ in den Mittelpunkt. Mit einer Ausstellung und einem Vortrag wird das Wirken von Frieda Nadig, Elisabeth Selbert, Helene Weber und Helene Wessel beleuchtet, die als Mitglieder des Parlamentarischen Rates wesentlich zum Entstehen des Grundgesetzes und zu der verfassungsrechtlichen Gleichstellung von Frauen und Männern beigetragen haben.

Die Veranstaltung zum Weltfrauentag findet in Rösrath am 08. März 2026 um 10:30 Uhr in der Bildungswerkstatt von Schloss Eulenbroich statt. Die Rösrather Gleichstellungsbeauftragte Elke Günzel lädt schon heute herzlich zur Veranstaltung ein und freut sich, dass neben dem Vortrag und der Ausstellung auch die Preisverleihung des „Wettbewerbs für engagierte Mädchen“ erneut Teil der Veranstaltung sein wird.

Für den Vortrag über die „Mütter des Grundgesetzes“ konnte die erfahrene Historikerin und Autorin Karin Feuerstein-Praßer aus Köln gewonnen werden. Sie wird in ihrem Vortrag auf das Wirken von Helene Wessel, Helene Weber, Frieda Nadig und Elisabeth Selbert eingehen. Trotz massiver Widerstände erkämpften die vier Frauen 1949 im Parlamentarischen Rat die Aufnahme des Artikels 3 im Grundgesetz, der besagt: „Alle Menschen sind vor dem Gesetz gleich. Männer und Frauen sind gleichberechtigt.“ Dieser Artikel verbietet Diskriminierungen aufgrund von Geschlecht, Herkunft, Behinderung und weiteren Merkmalen und verpflichtet den Staat, bestehende Nachteile abzubauen.

Dass es heute selbstverständlich ist, dass verheiratete Frauen berufstätig sind und ein eigenes Konto besitzen, ist das Ergebnis eines langen und mühsamen Kampfes, der im 19. Jahrhundert begann, während des Nationalsozialismus Rückschläge erlitt und erst nach dem Zweiten Weltkrieg wieder Fahrt aufnahm. Der Vortrag von Karin Feuerstein-Praßer schlägt eine Brücke zwischen Vergangenheit und Gegenwart, indem er die historischen Errungenschaften der „Mütter des Grundgesetzes“ hervorhebt und zeigt, wie wichtig es ist, diesen Kampf weiterzuführen, um Gleichberechtigung und Chancengleichheit in unserer Gesellschaft aktiv zu leben.

Der Vortrag wird durch die Plakatausstellung „Die Mütter des Grundgesetzes“ abgerundet, die vor und nach der Veranstaltung in der Bildungswerkstatt besichtigt werden kann. Auf 17 Plakaten erinnert die Ausstellung nicht nur an das historische Erbe der „Mütter des Grundgesetzes“, sondern zeigt gleichzeitig auf, dass der Einsatz für Gleichstellung weitergeht. Auch über den 08. März hinaus bleibt die Ausstellung bestehen und kann ist bis zum 15. März in der Bildungswerkstatt zu sehen.

Musikalisch wird die Veranstaltung zum Frauentag von Monika Kampmann umrahmt. Des Weiteren wird im Rahmen der Veranstaltung auch die Ehrung der Preisträgerinnen des „Wettbewerbs für engagierte Mädchen“ durch die Dr. Jürgen Rembold Stiftung vorgenommen. Der Wettbewerb findet zum fünften Mal statt und zeichnet ehrenamtlich aktive Mädchen und junge Frauen aus.

Anmeldung zur Veranstaltung

Für die Teilnahme an der Veranstaltung anlässlich des Weltfrauentags wird um Anmeldung bis zum 01. März 2026 gebeten. Anmeldungen nimmt die Gleichstellungsbeauftragte, Elke Günzel entgegen:

 02205-802-123 
 Elke.Guenzel@roesrath.de