Der Beirat für die Belange von Menschen mit Behinderung der Stadt Rösrath ist in seine neue Amtszeit gestartet. Am 02. Februar kam das Gremium zu seiner konstituierenden Sitzung zusammen. Der Beirat setzt sich aus Vertretern der Einrichtungen der Behindertenhilfe, der Sozialverbände, der inklusiven Kindergärten, der Alten- und Pflegeheime sowie insbesondere aus Menschen zusammen, die selbst von einer Behinderung betroffen sind.
Elke Günzel, Leiterin des städtischen Bereichs „Kultur, Ehrenamt, Inklusion, Senioren“ eröffnete die Sitzung und hat die Vertreterinnen und Vertreter der jeweiligen Einrichtungen als Mitglieder verpflichtet. Diese wiederum haben vier Personen aus der Bürgerschaft in den Beirat berufen, die selbst von einer Behinderung betroffen sind und sich um eine Mitarbeit im Beirat beworben hatten. Dabei handelt es sich um:
- Christiane Velling
- Simone Müller
- Uta Kallenbach
- Josef Wallau
Alle vier hatten bereits in der vergangenen Wahlperiode im Beirat mitgearbeitet. Insgesamt können bis zu sechs Personen aus der Bürgerschaft in den Beirat für die Belange von Menschen mit Behinderung berufen werden. Daher sind weitere Mitstreiter auch in der laufenden Amtszeit herzlich willkommen. „Der Beirat lebt von der Expertise, die Menschen mit Behinderung einbringen können“, so Elke Günzel. Sie sind sozusagen Experten in eigener Sache und können gemeinsam mit den vertretenden Einrichtungen und Verbänden aktiv dazu beitragen, die Stadt noch lebenswerter und inklusiver zu gestalten.

Im Rahmen der Sitzung wurde zudem der neue Vorsitz gewählt. Den Vorsitz übernimmt in der aktuellen Wahlperiode Martina Niehöfer vom Caritasverband für den Rheinisch-Bergischen Kreis. Zu ihrem Stellvertreter wurde Zaido Böttcher von der IG Kindertagespflege Rösrath gewählt.
Der Beirat berät den Rat, seine Ausschüsse und die Stadtverwaltung zu allen Fragen, die Menschen mit Behinderung betreffen. Er ist Ansprechpartner für Betroffene und informiert die Verantwortlichen über spezifische Probleme in Rösrath. Vor Entscheidungen, die Menschen mit Behinderung betreffen, wird der Beirat rechtzeitig beteiligt. Die Amtszeit des Beirats ist an die des Stadtrates gekoppelt und beträgt fünf Jahre.
Der Beirat hat sich in den letzten Jahren auf ganz unterschiedliche Weise eingebracht und beispielsweise das Projekt der Drück-mich-Klingel aktiv unterstützt. Gemeinsam mit der Stadt hat er außerdem zu Stadtspaziergängen eingeladen, um im Verkehrsraum bauliche Barrieren zu identifizieren und zu benennen. Es ging aber auch um den Abbau von Barrieren in den Köpfen der Menschen. Im Kommunalwahlkampf hatte man daher alle Bürgermeister- und Landratskandidaten eingeladen, um für die Belange von Menschen mit Behinderungen zu sensibilisieren. Auch ein inklusives Basteln mit Kindern wurde auf die Beine gestellt und die Errichtung der Fitnessgeräte im Hoffnungsthaler Park unterstützt – alles mit dem Ziel, Angebote zu schaffen, die den zwischenmenschlichen Austausch fördern.
