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Breitbandausbau

Der Breitbandausbau in Rösrath wird immer konkreter. Statt der ursprünglich geplanten Vectoring-Technologie für die bestehenden Kupferleitungen werden nun moderne und leistungsstarke Glasfaserleitungen verlegt.

Damit machen wir Rösraths digitale Infrastruktur fit für die Zukunft des schnellen Internets!




Geförderter Breitbandausbau

Derzeit gibt es zwei Förderprojekte zum Breitbandausbau, die für Rösrath bedeutsam sind und die die Haushalte mit den leistungsschwächsten Breitbandanschlüssen mit hochleistungsstarken Glasfaseranschlüssen versorgen sollen. Sie finden detaillierte Informationen zu diesen Projekten auf den folgenden Seiten:


1. Förderprojekt des Rheinisch-Bergischen Kreises


2. Förderprojekt des Rheinisch-Bergischen Kreises

Eigenwirtschaftlicher Breitbandausbau

Neben dem geförderten Breitbandausbau haben wir erfreulicherweise gleich mehrere potenzielle Interessenten für einen eigenwirtschaftlichen Breitbandausbau in Rösrath.
In den vergangenen Monaten haben sich mehrere Telekommunikationsunternehmen (TKU) bei der Stadtverwaltung gemeldet und ihr Interesse an einem eigenwirtschaftlichen Breitbandausbau in Rösrath bekundet – und zwar mit hochmodernen Glasfaserleitungen bis zu den Hausanschlüssen der Bürgerinnen und Bürger.
Anders als im geförderten Breitbandausbau ist hier der Ausbau allerdings vom Anteil der im Vorfeld einer sogenannten Vorvermarktungsphase erfolgten Vertragsabschlüsse abhängig. In der Regel sollten wenigstens vierzig Prozent eines Ausbaubereichs einen entsprechenden Vertrag beim jeweiligen TKU abschließen, damit sich die Investitionen für den Anbieter auch dauerhaft lohnen. Wird diese Quote absehbar nicht erreicht, erfolgt auch kein Ausbau im entsprechenden Gebiet.
Den Anfang machen novanetz zusammen mit Primevest Capital Partners und German Fiber Solution ab Januar 2022 in Kleineichen. Sie finden alle aktuellen Informationen dazu hier:


novanetz in Kleineichen


novanetz in Forsbach


Auch für den Glasfasernetzausbau in den weiteren Stadtteilen Rösraths gibt es bereits Ausbauabsichten. Durch die Kombination von gefördertem und eigenwirtschaftlichem Breitbandausbau könnten schon bis 2025 annähernd 100 % aller Haushalte in Rösrath über einen Glasfaseranschluss verfügen!


Fragen und Antworten

Allgemeine Fragen

Was bedeuten eigentlich „letzte Meile“, FTTC, FTTB und FTTH etc?

Im Zusammenhang mit dem Breitbandausbau im Rheinisch-Bergischen Kreis werden Ihnen einige Begriffe und Abkürzungen begegnen, die nicht sofort verständlich sind. Einige der wichtigsten davon sind folgende:
Vectoring: Methode zur Erhöhung der Datenraten für DSL-Anschlüsse.
letzte Meile: Auch bekannt als Teilnehmeranschlussleitung (TAL). Als letzte Meile wird der Leitungsabschnitt vom letzten Verteilerkasten bis zum Hausanschluss bezeichnet.
FTTC = Fibre to the curb: Glasfaser bis an den Straßenrand. Die letzte Meile basiert dabei auf Kupfertechnologie.
FTTB = Fibre to the building: Glasfaseranschluss bis ans Haus.
FTTH = Fibre to the home: Glasfaseranschluss bis in die Wohnung.
Mbit/s im Downstream: Menge an Daten, die pro Sekunde empfangen werden kann.
Mbit/s im Upstream: Menge an Daten, die pro Sekunde gesendet werden kann.


Übrigens: 1 B (Byte) entspricht 8 Bit.
1 MB/s ≙ 8 MBit/s ≙ 8 Mbit/s ≙ 8 Mb/s
Daraus folgt, dass bei einem Anschluss mit 100 Mbit/s bis zu 12,5 MB/s übertragen werden können.

Wann ist schnelles Internet verfügbar?

Das hängt grundsätzlich von Ihrer Adresse und der Nachfrage im eigenwirtschaftlichen Breitbandausbaus oder aber der Ausbaugeschwindigkeit im Rahmen der Förderprojekte ab. Sobald genauere Planungsdaten vorliegen, finden Sie hier auch einen Link zur Seite des Rheinisch-Bergischen Kreises mit einer interaktiven Karte. Dort werden Sie dann auch selber nachverfolgen können, in welchen Bereichen der Breitbandausbau wie weit fortgeschritten ist.

Warum dauert der Ausbau in Rösrath schon so lange?

Dies ist dem in der Vergangenheit fehlenden Interesse zum eigenwirtschaftlichen Breitbandausbau sowie dem beschlossenen Technologiewechsel beim Ausbau im ersten Förderprojekt geschuldet. Durch diesen Technologiewechsel weg vom Vectoring hin zu Glasfaserleitungen mussten sämtliche bereits erfolgten Planungen erneut durchgeführt werden. Weitere Informationen dazu finden Sie auf den Seiten des Rheinisch-Bergischen Kreises.

Wie sieht der aktuelle Zeitplan für Rösrath aus?

Das erste Förderprojekt ist mit der Auftragsvergabe durch den Rheinisch-Bergischen Kreis Anfang April 2020 gestartet und soll gemäß der Vereinbarung mit der Telekom innerhalb von 36 Monaten bis zum März 2023 abgeschlossen sein. Momentan werden in Rösrath die Trassenbegehungen durch Mitarbeiter der Telekom, der Stadt und Stadtwerke sowie der beauftragten Unternehmen durchgeführt.

Für das zweite Förderprojekt gibt es noch keinen genaueren Zeitplan. Erst nach Abschluss der Vergabe können Aussagen darüber getroffen werden, wer den Ausbau durchführen wird und über welchen Zeitraum sich das Projekt erstrecken wird. Derzeit läuft noch die Ausschreibungsphase. Im 1. Quartal 2022 sollen das Auswahlverfahren und die Auftragsvergabe abgeschlossen werden.

Wie kann Rösrath den Breitbandausbau beschleunigen?

Grundsätzlich kann die Stadt den Ausbau im Rahmen der beiden Förderprojekte nicht zusätzlich beschleunigen. Hier sind wir abhängig von der Zusammenarbeit mit den ausführenden Unternehmen, dem Kreis, der Politik und auch Ihnen als Eigentümerinnen und Eigentümern.

Im Bereich des eigenwirtschaftlichen Breitbandausbaus können Sie dagegen als Eigentümerinnen und Eigentümer in der entsprechenden Vorvermarktungsphase einen Vorvertrag abschließen und auch bei Ihren Nachbarn für den Breitbandausbau werben. Dadurch lässt sich zumindest die Vorvermarktungsphase kürzen. Nähere Informationen dazu folgen in Kürze.

Wo steht unser Kreis im Vergleich mit anderen Kreisen in NRW?

Verglichen mit den übrigen Kreisen in NRW steht der Rheinisch-Bergische Kreis beim Gigabit-Ausbau (Glasfaserinfrastruktur) derzeit an letzter Stelle. Jedoch ist ein Gigabit-Anschluss aktuell nicht das entscheidende Kriterium für viele Internetnutzer. Tatsächlich sind 98% der Anschlüsse im Kreis mit mindestens 30 Mbit/s im Downstream verfügbar. Verglichen mit den übrigen Kreisen in NRW liegt der Rheinisch-Bergische Kreis damit im guten Mittelfeld.

Was passiert mit den 2 % unterversorgten Bereichen? Wo liegen diese?

Die derzeit unterversorgten Bereiche will der Rheinisch-Bergische Kreis über das erste und zweite Förderprojekt versorgen. In Rösrath liegen die unterversorgten Bereiche über weite Teile des Stadtgebiets verteilt.

Welche Ziele sind erreicht, wenn die Förderprojekte abgeschlossen sind?
Was wird für Bürger, Kommune und Schulen besser?

Die beiden Förderprojekte werden die derzeit unterversorgten Bereiche Rösraths durch den Ausbau der Glasfaserinfrastruktur an ein zukunftsfähiges Breitbandnetz anschließen. Dadurch profitieren insbesondere solche Unternehmen und Einrichtungen, die für die Erledigungen ihrer Aufgaben auf eine regelmäßige und stabile Datenübertragung angewiesen sind. Und auch für Privatanwender verbessert sich das Leistungsangebot zum Teil erheblich.

Werden nach Abschluss der beiden Förderprojekte alle Grundstücke in Rösrath über Glasfaseranschlüsse und Übertragungsraten im Gigabit-Bereich verfügen?

Auch wenn das langfristige Ziel für Rösrath eine möglichst hundertprozentige Abdeckung mit Glasfasertechnologie ist, so werden durch die beiden Förderprojekte nur vergleichsweise wenige Grundstücke mit Glasfaseranschlüssen versorgt werden.
Den größten Teil aller Anschlüsse versucht die Stadt daher über den eigenwirtschaftlichen Breitbandausbau zu versorgen.

Wann werden die Schulen im Stadtgebiet Rösrath mit Glasfaseranschlüssen versorgt?

Die bislang vorhandenen Schulen in Rösrath werden im ersten Förderprojekt an das Glasfasernetz angeschlossen. Zu den Zeitplänen der einzelnen Bauabschnitte lässt sich derzeit jedoch noch keine Aussage treffen. Allerdings steht bereits fest, dass es beim Ausbau eine Priorisierung von Schulen geben wird. Für das zweite Förderprojekt sind keine Schulen oder weitere Bildungseinrichtungen beantragt worden.

Fragen zum ersten Förderprojekt

Müssen Eigentümer für den Glasfaseranschluss bezahlen?

Nein, im Rahmen des ersten Förderprojekts ist der Anschluss mit Glasfaser für Eigentümer kostenlos. Dies gilt auch für Immobilien mit größerem Abstand zur Straße.
Wichtig ist allerdings, dass Sie als Eigentümer der Verlegung auf Ihrem Grundstück auch fristgerecht zustimmen. Verweigern Sie den ausführenden Unternehmen im Zuge des Förderprojekts die Arbeiten auf Ihrem Grundstück, müssen Sie für einen nachträglichen Anschluss die vollen Kosten selbst tragen.

Welche Teile Rösraths bleiben nach dem ersten Bundesförderprojekt unterversorgt?

Unterversorgt im Sinne der Aufgreifschwelle der Förderprogramme bleiben noch diejenigen Anschlüsse, welche zum Zeitpunkt der Antragstellung zwar unter 30 Mbit/s im Downstream lagen, die im Rahmen des Scoring-Modells des Fördergebers jedoch aus wirtschaftlichen Gründen nicht berücksichtigt werden konnten.
Doch keine Sorge: Solche Anschlüsse werden über das zweite Förderprojekt versorgt werden.

Gibt es eine Prioritätenliste, z.B. zuerst Schulen, dann Gewerbegebiete, dann Siedlungen? Oder ist die Reihenfolge der Telekom überlassen?

Die Reihenfolge orientiert sich an den technischen Notwendigkeiten der Telekom. Diese baut zuerst die übergeordnete Infrastruktur, wie Verteiler und Hauptleitungen, aus. Erst danach folgen kleinteiligere Bauabschnitte, so auch die einzelnen Hausanschlüsse.
Tatsächlich werden aber Schulen und andere Bildungsstätten priorisiert ausgebaut werden. Reine Wohngebiete folgen anschließend.

Fragen zum zweiten Förderprojekt

Ist das zweite Förderprojekt im Zeitplan bis 2023 enthalten?

Beim zweiten Förderprojekt handelt es sich um eine zum ersten Förderprojekt völlig eigenständige Auftragsvergabe. Allerdings soll durchaus bis 2022 bereits mit dem zweiten Förderprojekt begonnen werden.

Wird der Anschluss der Häuser/Wohnungen auch im zweiten Förderprojekt kostenlos sein?

Nach derzeitiger Informationslage ist auch im zweiten Förderprojekt der Anschluss der Häuser/Wohnungen an das Glasfasernetz kostenlos, sofern die Eigentümer den Arbeiten auf ihren Grundstücken zustimmen. Nachträgliche Anschlüsse nach Abschluss der Tiefbauarbeiten erfolgen auf Kosten der Eigentümer.

Werden wir in Rösrath Gebäude haben, die auch nach Abschluss des zweiten Förderprojekts aufgrund ihrer Lage doch nicht angeschlossen sein werden?

Die Gefahr, dass einzelne, weit abgelegene Grundstücke trotz Fördermitteln nicht angeschlossen werden können, weil der erforderliche technische Mehraufwand in keinem wirtschaftlichen Verhältnis zum erwartbaren Nutzen steht, ist in Einzelfällen durchaus nicht auszuschließen. Die Frage kann zum jetzigen Zeitpunkt allerdings noch nicht verbindlich beantwortet werden.

Welche Teile Rösraths bleiben nach dem zweiten Förderprojekt unterversorgt?

Mit Abschluss des zweiten Förderprojektes sollen grundsätzlich keine unterversorgten Anschlüsse im Sinne der 30 Mbit/s im Downstream mehr vorhanden sein. Kreisweit sollen mit Abschluss des zweiten Förderprojekts sogar rund 98 Prozent der Anschlüsse mit Übertragungsraten von über 50 Mbit/s im Downstream versorgt werden.

Informationsstand: 05.2022

Dienststelle

Stadt Rösrath

Fachbereich 4 Planen, Bauen, Umwelt, Mobilität

Bereich Planen

Leitung Christoph Herrmann

Fon 02205 / 802 400

Fax 02205 / 802 88 400

Christoph.Herrmann@Roesrath.de