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Breitbandausbau

Der Breitbandausbau in Rösrath wird konkreter. Statt der ursprünglich geplanten Vectoring-Technologie werden nun moderne und leistungsstarke Glasfaserleitungen verlegt.
Derzeit gibt es zwei Förderprojekte zum Breitbandausbau, die für Rösrath bedeutsam sind:

1. Bundesförderprojekt

Seit Anfang April 2020 läuft der auf 36 Monate angesetzte Ausbau des Breitbandnetzes im Rheinisch-Bergischen Kreis und damit auch in Rösrath. Die Feinplanungen seitens der Telekom sind mittlerweile abgeschlossen. Bis zum tatsächlichen Beginn der Tiefbauarbeiten (ab voraussichtlich Herbst 2021) stimmen sich die Stadt Rösrath und die am Ausbau beteiligten Akteure noch in entsprechenden Koordinierungsgruppen über die einzelnen Bauabschnitte ab.

Durch die Vielzahl der zu verlegenden Glasfaserleitungen und die große räumliche Ausdehnung wird es zur Aufteilung in einzelne Bauabschnitte kommen.
Dies bedeutet, dass manche Haushalte bereits sehr früh angeschlossen werden, während andere Haushalte sich bis Ende 2022 / Anfang 2023 gedulden müssen, ehe auch sie Übertragungsraten von über 50 Mbit/s im Downstream genießen können.

Es gilt zu beachten, dass im ersten Bundesförderprojekt nicht alle unterversorgten Haushalte, also solche mit einem Downstream von unter 30 Mbit/s, mit Glasfaseranschlüssen bedient werden können. Dies liegt an den damaligen Anforderungen des Fördermittelgebers zum Zeitpunkt der Antragstellung. Unterversorgte Haushalte, die nicht im ersten Förderprojekt erfasst werden, können auch nicht nachträglich in den Antrag aufgenommen werden.
Stattdessen steht für diese und weitere Haushalte das zweite Bundesförderprojekt zur Verfügung.
Im Rahmen des ersten Bundesförderprojektes finanziert die Stadt Rösrath ihren erforderlichen Eigenanteil mit ca. 390.000 €.

2. Bundesförderprojekt

Die EU-weite Ausschreibung für das zweite Bundesförderprojekt ist am 14. Juni 2021 durch den Rheinisch-Bergischen Kreis erfolgt.
Nach Abschluss dieses zweistufigen Vergabeverfahrens können die Planungen zur Versorgung der noch verbliebenen Haushalte mittels Glasfaser in den Weiße-Flecken-Gebieten durch das zweite Bundesförderprojekt beginnen.
Eine genauere Zeitplanung für Rösrath und die Finanzierung des erforderlichen Eigenanteiles der Stadt stehen zur Zeit noch nicht fest.

Fragen und Antworten

Allgemeine Fragen

Was bedeuten eigentlich „letzte Meile“, FTTC, FTTB und FTTH etc?

Im Zusammenhang mit dem Breitbandausbau im Rheinisch-Bergischen Kreis werden Ihnen einige Begriffe und Abkürzungen begegnen, die nicht sofort verständlich sind. Einige der wichtigsten davon sind folgende:
Vectoring: Methode zur Erhöhung der Datenraten für DSL-Anschlüsse.
letzte Meile: Auch bekannt als Teilnehmeranschlussleitung (TAL). Als letzte Meile wird der Leitungsabschnitt vom letzten Verteilerkasten bis zum Hausanschluss bezeichnet.
FTTC = Fibre to the curb: Glasfaser bis an den Straßenrand. Die letzte Meile basiert dabei auf Kupfertechnologie.
FTTB = Fibre to the building: Glasfaseranschluss bis ans Haus.
FTTH = Fibre to the home: Glasfaseranschluss bis in die Wohnung.
Mbit/s im Downstream: Menge an Daten, die pro Sekunde empfangen werden kann.
Mbit/s im Upstream: Menge an Daten, die pro Sekunde gesendet werden kann.


Übrigens: 1 B (Byte) entspricht 8 Bit.
1 MB/s ≙ 8 MBit/s ≙ 8 Mbit/s ≙ 8 Mb/s
Daraus folgt, dass bei einem Anschluss mit 100 Mbit/s bis zu 12,5 MB/s übertragen werden können.

Wann ist schnelles Internet verfügbar?

Das hängt grundsätzlich von Ihrer Adresse und der Ausbaugeschwindigkeit im Rahmen der Bundesförderprojekte ab. Sobald genauere Planungsdaten vorliegen, finden Sie hier auch einen Link zur Seite des Rheinisch-Bergischen Kreises mit einer interaktiven Karte. Dort werden Sie dann auch selber nachverfolgen können, in welchen Bereichen der Breitbandausbau wie weit fortgeschritten ist.

Warum dauert der Ausbau in Rösrath schon so lange?

Dies ist dem beschlossenen Technologiewechsel beim Ausbau geschuldet: Weg vom Vectoring hin zu Glasfaserleitungen. Dadurch mussten sämtliche Planungen erneut durchgeführt werden. Weitere Informationen dazu finden Sie auf den Seiten des RBK.

Wie sieht der aktuelle Zeitplan für Rösrath aus?

Das erste Bundesförderprojekt ist mit der Auftragsvergabe durch die Kreisverwaltung Anfang April 2020 gestartet und soll gemäß der Vereinbarung mit der Telekom innerhalb von 36 Monaten bis zum März 2023 abgeschlossen sein.
Für das zweite Bundesförderprojekt gibt es noch keinen genaueren Zeitplan. Erst nach Abschluss der Vergabe können Aussagen darüber getroffen werden, wer den Ausbau durchführen wird und über welchen Zeitraum sich das Projekt erstrecken wird.

Wie kann Rösrath den Breitbandausbau beschleunigen?

Grundsätzlich kann die Stadt den Ausbau im Rahmen der beiden Bundesförderprojekte nicht zusätzlich beschleunigen. Hier sind wir abhängig von der Zusammenarbeit mit den ausführenden Unternehmen, dem Kreis, der Politik und auch Ihnen als Eigentümerinnen und Eigentümern.

Wo steht unser Kreis im Vergleich mit anderen Kreisen in NRW?

Verglichen mit den übrigen Kreisen in NRW steht der Rheinisch-Bergische Kreis beim Gigabit-Ausbau (Glasfaserinfrastruktur) derzeit an letzter Stelle. Jedoch ist ein Gigabit-Anschluss aktuell nicht das entscheidende Kriterium für viele Internetnutzer. Tatsächlich sind 98% der Anschlüsse im Kreis mit mindestens 30 Mbit/s im Downstream verfügbar. Verglichen mit den übrigen Kreisen in NRW liegt der Rheinisch-Bergische Kreis damit im guten Mittelfeld.

Was passiert mit den 2 % unterversorgten Bereichen? Wo liegen diese?

Die derzeit unterversorgten Bereiche will der Rheinisch-Bergische Kreis über das erste und zweite Bundesförderprojekt versorgen. In Rösrath liegen die unterversorgten Bereiche über weite Teile des Stadtgebiets verteilt.

Welche Ziele sind erreicht, wenn das Projekt abgeschlossen ist? Was wird für Bürger, Kommune und Schulen besser?

Die beiden Bundesförderprojekte werden die derzeit unterversorgten Bereiche Rösraths durch den Ausbau der Glasfaserinfrastruktur an ein zukunftsfähiges Breitbandnetz anschließen. Dadurch profitieren insbesondere solche Unternehmen und Einrichtungen, die für die Erledigungen ihrer Aufgaben auf eine regelmäßige und stabile Datenübertragung angewiesen sind. Und auch für Privatanwender verbessert sich das Leistungsangebot zum Teil erheblich.

Werden nach Abschluss der beiden Bundesförderprojekte alle Grundstücke in Rösrath über Glasfaseranschlüsse und Übertragungsraten im Gigabit-Bereich verfügen?

Auch wenn das langfristige Ziel für Rösrath eine möglichst hundertprozentige Abdeckung mit Glasfasertechnologie ist, so werden durch die beiden Bundesförderprojekte nur vergleichsweise wenige Grundstücke mit Glasfaseranschlüssen versorgt werden.

Wann werden die Schulen im Stadtgebiet Rösrath mit Glasfaseranschlüssen versorgt?

Die derzeit vorhandenen Schulen in Rösrath werden im ersten Bundesförderprojekt an das Glasfasernetz angeschlossen. Zu den Zeitplanungen der einzelnen Bauabschnitte lässt sich derzeit jedoch noch keine Aussage treffen. Allerdings steht bereits fest, dass es keine Priorisierung einzelner Anschlüsse geben wird. Für das zweite Bundesförderprojekt sind keine Schulen oder weiteren Bildungseinrichtungen beantragt worden.

Fragen zum ersten Bundesförderprojekt

Müssen Eigentümer für den Glasfaseranschluss bezahlen?

Nein, im Rahmen des ersten Bundesförderprojekts ist der Anschluss mit Glasfaser für Eigentümer kostenlos. Dies gilt auch für Immobilien mit größerem Abstand zur Straße.
Wichtig ist allerdings, dass Sie als Eigentümer der Verlegung auf Ihrem Grundstück auch fristgerecht zustimmen. Verweigern Sie den ausführenden Unternehmen im Zuge des Bundesförderprojekts die Arbeiten auf Ihrem Grundstück, müssen Sie für einen nachträglichen Anschluss die vollen Kosten selbst tragen.

Welche Teile Rösraths bleiben nach dem ersten Bundesförderprojekt unterversorgt?

Unterversorgt im Sinne der Aufgreifschwelle der Förderprogramme bleiben noch diejenigen Anschlüsse, welche zum Zeitpunkt der Antragstellung zwar unter 30 Mbit/s im Downstream lagen, die im Rahmen des Scoring-Modells des Fördergebers jedoch aus wirtschaftlichen Gründen nicht berücksichtigt werden konnten.

Gibt es eine Prioritätenliste, z.B. zuerst Schulen, dann Gewerbegebiete, dann Siedlungen? Oder ist die Reihenfolge der Telekom überlassen?

Die Reihenfolge orientiert sich an den technischen Notwendigkeiten der Telekom. Diese baut zuerst die übergeordnete Infrastruktur, wie Verteiler und Hauptleitungen, aus. Erst danach folgen kleinteiligere Bauabschnitte, so auch die einzelnen Hausanschlüsse.

Fragen zum zweiten Bundesförderprojekt

Ist das zweite Bundesförderprojekt im Zeitplan bis 2023 enthalten?

Beim zweiten Bundesförderprojekt handelt es sich um eine zum ersten Bundesförderprojekt völlig eigenständige Auftragsvergabe. Allerdings soll durchaus bis 2022 bereits mit dem zweiten Bundesförderprojekt begonnen werden.

Wird der Anschluss der Häuser/Wohnungen auch im zweiten Bundesförderprojekt kostenlos sein?

Nach derzeitiger Informationslage ist auch im zweiten Bundesförderprojekt der Anschluss der Häuser/Wohnungen an das Glasfasernetz kostenlos, sofern die Eigentümer den Arbeiten auf ihren Grundstücken zustimmen. Nachträgliche Anschlüsse nach Abschluss der Tiefbauarbeiten erfolgen auf Kosten der Eigentümer.

Werden wir in Rösrath Gebäude haben, die auch nach Abschluss des zweiten Bundesförderprojekts aufgrund ihrer Lage doch nicht angeschlossen sein werden?

Die Gefahr, dass einzelne, weit abgelegene Grundstücke trotz Fördermitteln nicht angeschlossen werden können, weil der erforderliche technische Mehraufwand in keinem wirtschaftlichen Verhältnis zum erwartbaren Nutzen steht, ist in Einzelfällen durchaus nicht auszuschließen. Die Frage kann zum jetzigen Zeitpunkt allerdings noch nicht verbindlich beantwortet werden.

Welche Teile Rösraths bleiben nach dem zweiten Bundesförderprojekt unterversorgt?

Mit Abschluss des zweiten Bundesförderprojektes sollen grundsätzlich keine unterversorgten Anschlüsse im Sinne der 30 Mbit/s im Downstream mehr vorhanden sein. Kreisweit sollen mit Abschluss des zweiten Bundesförderprojekts sogar rund 98 Prozent der Anschlüsse mit Übertragungsraten von über 50 Mbit/s im Downstream versorgt werden.

Informationsstand: Juli 2021

Dienststelle

Stadt Rösrath

Fachbereich 4 Planen, Bauen, Umwelt, Mobilität

Bereich Planen

Leitung Christoph Herrmann

Fon 02205 / 802 400

Fax 02205 / 802 88 400

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+++ Mitteilung zur Hochwassersituation Stand: 26.07.2021 – 16:00 Uhr +++

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die Stadtverwaltung ist nahezu wie gewohnt erreichbar und unterstützt Sie bei Ihren Fragen und Anliegen. Einschränkungen gibt es derzeit lediglich weiterhin im Bürgerbüro.

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Die eingerichtete Hotline ist weiterhin Montag bis Freitag von 08.00 Uhr bis 18.00 Uhr erreichbar. Die Kolleginnen und Kollegen dort stehen Ihnen für Frage- und Hilfestellungen zur Verfügung. Sie erreichen die Hotline unter 02205 - 73 79 613.


Bondina Schulze

Bürgermeisterin