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Weihnachtsgruß der Bürgermeisterin

Weihnachtsgruß der Bürgermeisterin

Liebe Rösratherinnen und liebe Rösrather,

ein schweres Jahr liegt hinter uns. Ein Jahr, in dem uns das Corona-Virus mit immer neuen Varianten in Atem gehalten und unser gewohntes Leben schmerzhaft eingeschränkt hat. Ein Jahr, in dem eine nie gekannte Flutkatastrophe über Teile unserer Stadt hereingebrochen ist. Menschen mussten mitansehen, wie ihr Zuhause in kürzester Zeit von den Wassermassen überflutet wurde. Von einem auf den anderen Tag wurden viele obdachlos, manche sind bis heute nicht in ihre Häuser zurückgekehrt, weil die Aufbauarbeiten noch immer andauern. Die Bilder dieser Katastrophe sind für immer in unser Gedächtnis eingegraben. Und die Verluste sind groß: Die Flut hat ein Menschenleben gekostet, sie hat materielle Güter zerstört und kostbare Erinnerungsstücke mit sich gerissen, die nun für immer verloren sind – Tagebücher, Briefe, Fotos. Im Ortsteil Hoffnungsthal wurden viele Geschäfte von der Flut getroffen, auch das Rathaus und weitere Bereiche der Stadtverwaltung standen unter Wasser. Die Renovierungsarbeiten dort werden sich noch weit ins nächste Jahr hinziehen.

Und jetzt kommt Weihnachten. Viele Menschen haben mir erzählt, dass bei ihnen gar keine weihnachtliche Stimmung aufkommen mag, dass sie müde und erschöpft von diesem Jahr der Pandemie und der Flut sind. Weihnachtsmärkte und Weihnachtsfeiern werden abgesagt aus Furcht vor der neuesten Coronavirus-Variante. Viele ziehen sich wieder verstärkt in die eigene Häuslichkeit zurück.

Sie alle möchte ich ermutigen, mit Zuversicht auf das Weihnachtsfest und das kommende Jahr zu blicken. Denn es gibt so vieles, auf das wir stolz sein können: Eine unglaubliche Solidarität und Hilfsbereitschaft in den Tagen, Wochen und Monaten nach der Flut. Freiwillige Helferinnen und Helfer, die rund um die Uhr in Kellern und Wohnungen geschaufelt und geräumt haben. Menschen, die Sachwerte und Geld für die Hochwasseropfer gespendet haben – bis jetzt sind auf dem Spendenkonto der Stadt rund 280 000 Euro eingegangen, die an Betroffene ausgeschüttet worden sind. Verwaltungsmitarbeiterinnen und -mitarbeiter, die sich mit großem Engagement und persönlichem Einsatz um rasche Hilfen für die Hochwasseropfer bemüht haben – der zerstörten städtischen Infrastruktur und der Personalknappheit zum Trotz.

All denen, die ehrenamtlich und beruflich bei der Bewältigung dieser großen Krisen geholfen haben, möchte ich von ganzem Herzen danken. Sie haben einen tollen Job gemacht – und machen ihn noch! Sie zeigen, dass unsere Gemeinschaft trotz aller Widrigkeiten stark ist.

Rösrath ist in diesem Jahr ein Stück zusammengewachsen, Menschen haben sich gefunden, neue Initiativen sind entstanden. Das macht Mut auch für die Zukunft! Tragen wir diesen Geist des Zusammenhalts weiter und gehen mit Vertrauen und Zuversicht ins neue Jahr.

Ich wünsche Ihnen allen ein licht- und friedvolles Weihnachtsfest und ein glückbringendes 2022.

Herzlichst, Ihre

Bondina Schulze

Bürgermeisterin

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